Globale Rezession durch COVID-19

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie haben Volkswirtschafen global betroffen. Es wird mit einem Rekordwert in der Rezession gerechnet. Wie stark dieser Wert am Ende ausfallen wird hängt von der zukünftigen Entwicklung in der Bekämpfung des Covid-19 Virus ab. Die konkreten Fakten zu diesem Sachverhalt beleuchtet die neueste Veröffentlichung von Atradius ("Weltwirtschaft wappnet sich gegen schwere Rezession", vom 01.07.2020).

Negatives Wirtschaftswachstum

Für das Jahr 2020 wird von Atradius ein globaler Wirtschaftsrückgang erwartet. Es wird eine globale Rezession von 15% prognostiziert. Ob für das Jahr 2021 ein Aufschwung der Weltwirtschaft erwartet werden kann hängt von der Aufhebung des globalen Lockdowns sowie der Eindämmung des Covid-19 Virus ab. Bereits jetzt ist jedoch erkennbar, dass der wirtschaftliche Schaden bereits enorm ist. Vor allem im Bereich des Arbeitsmarktes und der Unternehmensinsolvenzen sind deutliche Auswirkungen zu spüren.

Einfluss auf die Volkswirtschaften

Für Volkswirtschaften im weiterentwickelten Bereich wird eine Reduktion des BIP von 6,6 Prozent für das Jahr 2020 erwartet. Die Euro-Zone ist besonders hart mit einem Rückgang von 8 Prozent betroffen. Darüber hinaus werden folgende Rückgänge prognostiziert:

  • Deutschland: -6,1 Prozent des BIP
  • Frankreich, Spanien und Italien: - 9 Prozent des BIP
  • UK: - 10,8 Prozent des BIP
  • USA: -6,1 Prozent des BIP
  • Russland: -6,2 Prozent des BIP

Reduktion des Wachstums

Besonders im Bereich der Schwellenländer wird eine Reduktion des Wachstums erwartet. Je nach Entwicklung der Covid-19 Maßnahmen werden weitere Verschlechterungen prognostiziert. Einzig für China besteht die Möglichkeit das Jahr 2020 mit einem positiven BIP von +1,5 Prozent abzuschließen.

Rückgang von Zahlungsmoral

Besonders im nordamerikanischen Raum (USA, Mexico und Kanada) wurden bereits Auswirkungen der Covid-19 Krise im Bereich der Zahlungsmoral von Unternehmen festgestellt. Reduktionen im Cashflow und ein höherer Bedarf an externen Finanzierungen führt zu stetig steigenden Zahlungsverzögerungen bei Unternehmen.

Zahlungsverzögerungen und Zahlungsausfälle

Im nordamerikanischen Raum hat sich der Wert der Zahlungsverzögerungen von 25 Prozent auf 43 Prozent erhöht. Darüber hinaus waren 4 Prozent der offenen Zahlungen uneinbringlich. Speziell in den USA ist ein massiver Anstieg an Zahlungsverzögerungen festzustellen. Handelskonflikte, die Konjunktur sowie Covid-19 haben diesen Trend nur verstärkt. Die Anzahl der Zahlungsausfälle hat sich USA-weit im Vergleich zum Vorjahr um 72 Prozent erhöht.

Möglichkeiten zur Absicherung

Die Optimierung des Credit-Managements ist für Unternehmen gerade in dieser Situation besonders wichtig, um nach wie vor Geschäfte tätigen zu können. Auch die Verbesserung des Risikomanagements durch zusätzliche Maßnahmen, wie dem Einsatz einer Kreditversicherung, kann Sicherheit in der Liquidität bringen.

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